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Frankreich 2013

Orchideen der Grands Causses und Cevennen

Das Reisegebiet liegt nördlich der Küstengarrigue von Montpellier. Die großen kahlen Karsthochflächen der Grands Causses und die darin eingebetteten tiefen Schluchten des Tarn und der Jonte, im Osten umsäumt von den Bergketten der Cevennen, sind eine überaus beeindruckende Landschaft. Bemerkenswert ist in diesem Gebiet die Pflanzenwelt. Sie wird bestimmt durch eine „exotische“ Mischung aus Mittelmeer- und Alpenpflanzen. Herausragend ist dabei besonders die Orchideenflora, von denen Sie bis zu 40 Arten sehen können.

Die Pflanzenwelt wird bestimmt durch eine „exotische“ Mischung aus Mittelmeer- und Alpenpflanzen, die oft in direktem Nebeneinander fotografiert werden können. Herausragend ist dabei besonders die Orchideenflora. So findet man z. B. Massenvorkommen des Gefleckten Knabenkrautes, das in allen Variationen studiert werden kann. Dann wieder entdecken Sie eine der selteneren Arten, die man überhaupt nur mit viel Glück findet. Geschaffen und „gepflegt“ werden die Orchideenbiotope vor allem durch Zehntausende von Schafen, deren Milch der Rohstoff für den bekannten Roquefort-Käse ist.

Erstmals wurde dieses Reiseziel im Jahre 1993 im Rahmen einer Orchideenreise angesteuert. Seit dem fanden zahlreiche weitere Reisen statt, die alle eine große Zahl von Beobachtungen erbrachten. Im Vergleich zu den früheren Reisen ist auffällig, dass heute (sub)mediterrane Arten an mehr und individuenreicheren Fundorten angetroffen werden. Dies gilt beispielsweise für die Gelbe, aber auch für die Braune oder die Oster-Ragwurz sowie das Schmetterlings-Knabenkraut.

Zur Reisezeit können rund 40 Orchideenarten und zahlreiche Hybride gefunden werden. Die meisten stehen dann in Blüte. Im Jahr 2011 konnten zudem über 150 andere Blütenpflanzen bestimmt werden. Das Reiseziel ist zwar submediterran geprägt, die Höhe und die offene Lage nach Norden hin bedingen jedoch, dass es zur Reisezeit zeitweise noch empfindlich kühl sein kann.